Monatsarchiv für Juli 2010

 
 

Izmir – Die Millionenstadt an der türkischen Ägäisküste

Der ursprünglich griechische Name der Millionenmetropole Izmir lautet Smyrna. Izmir wird im Volksmund auch „Perle der Ägäis“ genannt, wobei die Geschicht der Stadt auf 6000-4000 v. Chr. zurückgeht. Sie liegt an der türkischen Ägäis am Golf von Izmir und ist mit rund drei Millionen Einwohnern die drittgrößte Stadt der Türkei. Die Stadt ist ein großer Schifffahrts- und Verkehrsknotenpunkt, hat aber auch viel Kultur zu bieten. Besonders sehenswert ist die Burg Pagos (Kadifekale), die auf Alexander den Großen zurückgeht. Außerdem ist Izmir bekannt für das Reiterdenkmal zu Ehren Kemal Atatürks auf dem Platz der Republik und das Wahrzeichen von Izmir, den Uhrturm auf dem Konakplatz. Selbstverständlich gibt es in Izmir einen typisch türkischen Basar, auf dem man mit den Händlern feilschen kann. Dadurch kann man so manches Schnäppchen erstehen und außerdem den Hauch des Orients spüren. Ein weiterer Touristenmagnet für Türkei Urlauber ist der Kulturpark. Hier finden auf einer Gesamtfläche von 420.000m² regelmäßig internationale Messen und Ausstallungen statt. Das Stadtzentrum von Izmir befindet sich in Konak. Im benachbarten Alsancak befinden sich die Geschäfts- und Einkaufszentrumen, während Karşıyaka, Bornova, Hatay, Buca und Göztepe sind die größten Wohngebiete sind.

Der Topkapi-Palast – Regierungssitz der Sultane

Ein wahrer Besuchermagnet in Istanbul ist der Topkapi-Palast (wörtlich “Kanonentor-Palast”). Dieser war jahrhundertelang der Wohn- und Regierungssitz der Sultane. Außerdem befand sich im Topkapi-Palast der Harem der Sultane und eine Schatzkammer. Sultan Mehmet II. hat den Palast 1453 erbauen lassen, nachdem er die Stadt Konstantinopel erobert hatte. Erst 1930 erhielt die Stadt Konstantinopel den uns heute bekannten Namen Istanbul. Der Palast besteht aus mehreren Einzelgebäuden, die um vier Höfe errichtet worden sind. Im gesamten Gebäude ist der Reichtum der osmanischen Herrscher zu sehen und viel osmanische Kunst und Dekoration zu besichtigen. Unbedingt besuchen sollte man bei einem Türkei Urlaub den sagenumwobenen Harem. Die Sultane hielten sich hier Hunderte von Frauen. Der Harem besteht aus luxuriösen Privatgemächern und ist quasi ein Palast innerhalb des eigentlichen Palastes. Wunderschöne Bäder und reich verzierte Zimmer sind hier zu sehen. Seit dem Jahre 1923 ist im Palast ein Museum untergebracht. Dieses zeigt Sammlungen von Porzellan, Gewändern, Juwelen und Waffen aus dem osmanischen Reich. Alle osmanischen Herrscher residierten zunächst im Topkapi-Palast, bis Sultan Abdülmecid I. im Jahre 1856 in die neue Residenz am Ufer des Bosporus, das Dolmabahce Sarayi, umzog. Beide Paläste sind heute Museen und sollten in keiner Sightseeing-Tour fehlen.

Hamam – Entspannung pur im türkischen Badehaus

So kann man es sich im Türkei Urlaub richtig gut gehen lassen… Der Besuch im türkischen Badehaus, Hamam genannt, hat eine lange Tradition und so gehört das Türkische Bad inzwischen auch bei vielen Touristen zum festen Bestandteil ihrer Türkei Reise. Die Tradition des Türkischen Hamam führt bis ins Mittelalter zurück. Den strengen Reinigungsvorschriften, die der Islam vorschreibt, konnten früher viele Menschen zu Hause nicht nachkommen. Deshalb wurden die öffentlichen Hamams gegründet. Meist sind die Gebäude von außen eher schlicht und dezent gehalt. Im Inneren sind sie dagegen jedoch prunkvoll mit Marmor und Mosaiken ausgestattet. Die Badehäuser trennen Frauen und Männer strikt – ein gemeimsamen Dampfbad im Urlaub ist deshalb leider nicht möglich. Ein Hamam-Besuch dauert etwa zwei Stunden und hat einen festen Ablauf. Zuerst schwitzt man 20 Minuten auf einem heißen Stein während man fast vollständig von warmen Wasserdampf umgeben ist. Anschließend wird die Haut mit einem festen Ziegenhaar-Handschuh abgerieben. Danach erfolgt eine leichte Massage mit Seifenschaum. Zuletzt kommt die Ölmassage, bei der man von einem Bademeister bzw. Masseur geknetet und gedehnt wird. Danach fühlt man sich, im wahrsten Sinne des Wortes, wie neu geboren.