Heute ist der 28.09.2020

Keine Schuluniform in der Türkei mehr

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Ab dem kommenden Jahr müssen türkische Schüler und Schülerinnen keine Schuluniform mehr tragen. Zudem dürfen sich Jungen nun auch die Haare lang wachsen lassen. Weiterhin verboten bleiben eng anliegende und durchsichtige Kleidung, ärmellose Hemden sowie Symbole, die eine politischen Aussage haben. Auch wird erwartet, dass die Kleidung aller Schulkinder sauber ist und keine Löcher hat.

Bildungsminister Ömer Dincer begründete die Abschaffung damit, dass Schuluniformen Ausdruck eines autoritären Staatsverständnisses seien, dass nicht in eine Demokratie passt. Kritiker der Entscheidung warnen hingegen, dass die sozialen und wirtschaftlichen Unterschiede zwischen den Schülern nun betont würden und es bald zu einer klare Trennung zwischen jenen kommt, die sich mit teuren Markenprodukten einkleiden, und jenen, die sich das nicht leisten können.

Dass im Zuge der Reform das islamische Kopftuch für Schülerinnen in Korankursen erlaubt wird, sorgt ebenfalls für Diskussionsstoff. Einige Oppositionspolitiker werfen Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan vor, mit der Reform nur das bisher geltende Kopftuchverbot in den Schulen aushebeln zu wollen, um einen weiteren Schritt in Richtung eines islamischen Staates Türkei zu gehen. Außerhalb der Korankurse bleibt das Kopftuch in Schulen allerdings verboten.

In Deutschland gab es nie Schuluniformen. An vielen Privatschulen und wenigen staatlichen Schulen wird jedoch einheitliche Schulkleidung getragen, welche die Schüler mitbestimmen dürfen.


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