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Didyma

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Didyma – Ein griechisches Heiligtum

Ganz in der Nähe von Milet und somit von Kusadasi gibt es mit Didyma ein weiteres archäologisches Highlight zu entdecken. Didyma war in der Antike ein griechisches Heiligtum mit einem bedeutenden Tempel für den Gott Apollon, in welchem ein Orakel die Zukunft weissagte. Es existieren auf der Welt nur noch wenige so eindrucksvolle Reste von antiken Großbauten wie die des Apollontempels.

Didyma wird unter anderem in den Schriften der antiken Geschichtsschreiber Herodot und Pausanias erwähnt. Funde weisen darauf hin, dass das Heiligtum bereits im 7. Jahrhundert v. Chr. international derart anerkannt war, dass es von ägyptischen Pharaonen und Herrschern aus Lydien besucht wurde. Der Legende nach wurden Apollon und seine Zwillingsschwester Artemis am Ort des Tempels gezeugt. Später soll Apollon einem einheimischen Hirten namens Branchos erschienen sein und ihm die Sehergabe verliehen haben, womit die Orakeltradition begann.

Einige antike Geschichtsschreiber berichten, dass Didyma im 5. Jahrhundert v. Chr. verwüstet wurde, entweder von dem Perserkönig Dareios oder dem ägyptischen Pharao Xerxes. Dies lässt sich durch archäologische Funde zwar nicht eindeutig verifizieren, doch es gab zu jener Zeit rege Bautätigkeiten in Didyma.

Im 4. Jahrhunderts v. Chr. wurde Didyma zu einem Bestandteil der Stadt Milet. Auch unter römischer Herrschaft blieb das Heiligtum bedeutsam und wurde unter anderem von Kaiser Trajan um 100 n. Chr. ausgebaut. Im Verlauf des 4. Jahrhunderts kam der Orakelbetrieb zum Erliegen. Der heilige Ort wurde christlich und zum Sitz eines Bischofs, verlor aber im frühen Mittelalter ganz an Bedeutung. Vom 10. bis 12. Jahrhundert war Didyma dann erneut Bischofssitz. Nach einem Erdbeben im 15. Jahrhundert wurde Didyma aufgegeben und erst 300 Jahre später wieder besiedelt. Heute heißt die Stadt, in der sich Didymas faszinierende Überreste befinden, Didim.

Besucher können die erhaltenen Säulen, Treppen und Mauerreste des Apollontempels sowie das riesige Portal, einige Tunnelgänge und ein großes Fries mit einem Medusenhaupt besichtigen. Diese Überreste lassen die einstige Größen und Pracht des Tempels erahnen. Ein noch recht neuer Fund, der 2011 von deutschen Archäologen gemacht wurde, sind die Reste eines römischen Theaters.


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